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Jul, 2018
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Nun hat auch Opel einen handfesten Dieselskandal. Nachdem bereits im April 2018 erste Opel-Modelle vom Kraftfahrtbundesamt zurückgerufen wurden, steht die Anhörung der Opel AG zum Thema "Unzulässige Abschaltvorrichtungen" für einen neuen Höhepunkt in der Verstrickung Opels in den Abgasskandal. Trauriger Höhepunkt: Eine Razzia am 15. Oktober 2018 in Rüsselsheim und Kaiserslautern vor dem Hintergrund weiterer Untersuchungen durch das Kraftfahrtbundesamt.

Die Modelle

  • Zafira CD TI
  • Insignia CD TI
  • Cascada CD TI

der Baujahre 2012 - 2016 sollen nach Erkentnissen des Kraftfahrtbundesamtes nicht den Anforderungen der jeweils ausgewiesenen Schadstoffklassen (5 und 6) erfüllen. Untersuchungen hatten ergeben, dass Modelle dieser Baureihen ein zigfaches der zulässigen Menge an Stickoxiden im Alltagsbetrieb an die Umwelt abgeben. Weitere Untersuchungen ergaben Hinweise auf Mechanismen, die zur Abschaltung bzw. zur Reduzierung der Abgasreinigung im Realbetrieb führen. Auch im Visier: Die Motorisierung des Chevrolet Cruz - ein Schwestermodell des Astra.

Opel beruft sich auf die Zulässigkeit des "Thermischen Fensters". Dahinter verbirgt sich eine Abschaltung der Abgasreinigung zum Bauteileschutz.

Opel musste dazu  bis Ende Juli Stellung beziehen, dies gelang offensichtlich nicht. Die Razzia war jetzt eine erste Folge.

Besitzer der betroffenen Fahrzeuge haben nach Meinung von Rechtsanwalt Dr. Gerrit W. Hartung einen Anspruch auf Rückgabe und sollten Ihren Händlern zeitnah eine Frist setzen, unter Umständen sogar sofort klagen.

 

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